Brennholzlagerung

5. Februar 2019

Das richtige Brennholz

Holz ist nicht gleich Holz

Brennholzlagerung

Das gilt auch fĂŒr das heimische Kaminofenfeuer. Einige Sorten sprĂŒhen Funken, Scheite mit zu hohem Wasseranteil qualmen und liefern weniger WĂ€rmeenergie. Welche Eigenschaften gutes Brennholz ausmachen und wie Sie es am besten lagern, erfahren Sie hier.

Die QualitĂ€t des verwendeten Brennmaterials hat nicht nur großen Einfluss auf die Umwelt, sondern auch auf den Energieverbrauch. Zu feuchtes Brennholz verfĂŒgt ĂŒber einen geringeren Heizwert und produziert mehr Ruß- und Staubpartikel, die durch den Schornstein in die Umwelt gelangen. Gleichzeitig lagert sich mehr Ruß im Ofen, Ofenrohr und Schornstein ab. Eine solche Glanzrußschicht verringert im Feuerraum den Wirkungsgrad des Ofens und erhöht die Brandgefahr.

Nicht zugelassen sind unter anderem Zeitungen, behandeltes Holz, Textilien oder PlastikabfÀlle. Sie verursachen schadstoffhaltige Emissionen und haben im Ofen nichts verloren. Umweltfreundlich und energieeffizient ist naturbelassenes, lufttrockenes Holz mit einem Feuchtegehalt von weniger als 25 Prozent. Frisch geschlagenes Holz enthÀlt abhÀngig von der Jahreszeit und Sorte bis zu 60 Prozent Wasser.

Mehr erfahren: Richtig heizen mit Holz

Wie viel WĂ€rme liefert ein Holzscheit?

Entscheidend fĂŒr den Heizwert bei Holz ist der Wasseranteil. Luftgetrocknetes Holz mit einem Wasseranteil von 15 bis 20 Prozent hat einen durchschnittlichen Heizwert von 4 kW je Kilogramm. Zum Vergleich: Frisch geschlagenes Holz mit einem Wassergehalt von 50 Prozent hat lediglich einen Heizwert von rund 2 kW je Kilogramm. Trockenes Holz hat also einen besseren Heizwert als feuchtes und ist daher energetisch effizienter.

Holz selber schlagen

Wenn Sie Brennholz selber schlagen und lagern möchten, sollten Sie Trockenzeiten einplanen. Je nach Sorte und Lagerung muss das Holz ein bis zwei Jahre an der Luft trocknen. Schlagen Sie Ihr Holz am besten in den Wintermonaten, dann enthalten die BÀume weniger Wasser. GrundsÀtzlich trocknet gespaltenes und abgelÀngtes Holz schneller, da an den Stirnseiten mehr Feuchtigkeit entweicht.

Bevor Sie jedoch in den nĂ€chsten Wald gehen und loslegen: Besorgen Sie sich vorher eine Genehmigung bei der zustĂ€ndigen Gemeinde und fragen Sie den EigentĂŒmer bzw. Förster. Denken Sie außerdem an Ihre Sicherheit, der Umgang mit SĂ€ge und MotorsĂ€ge will gelernt sein. Mittlerweile werden an vielen Orten spezielle Kurse mit abschließendem MotorsĂ€genfĂŒhrerschein angeboten. Ein solcher Nachweis ist teilweise sogar Pflicht.

Lagerzeiten von frisch geschlagenem Holz:

Sorte Lagerzeit (ca.)
Pappel, Fichte 1 Jahr
Linde, Erle, Birke 1,5 Jahre
Buche, Eiche, Esche, Obstgehölze 2 Jahre


Holz im Wald sammeln

Gehen Sie auf Nummer Sicher und fragen Sie vorher den EigentĂŒmer. Sie können sich auch einen Holzleseschein beim Forstamt ausstellen lassen. Am Boden liegendes Bruchholz ist allerdings nicht immer geeignet, da es feucht oder bereits verfault sein kann.

Brennholzlagerung

Tipp: Holz richtig lagern

Lagern Sie Ihr Holz im Freien an einer luftigen, sonnigen Stelle auf einer trockenen Unterlage. Zur besseren BelĂŒftung sorgen Sie fĂŒr einen ausreichenden Abstand zum Boden, zum Beispiel mit Holzlatten oder einer Palette. Eine wetterfeste Abdeckplane oder Überdachung schĂŒtzt vor Regen.

1. Ob das Brennholz noch zu feucht oder bereits ofenfertig ist, kann der Schornsteinfeger vor Ort mit einem FeuchtemessgerÀt testen.

2. Bringen Sie im Herbst das trockene Brennholz von draußen in einen Lagerraum oder ins Haus. Holz ist hygroskopisch und nimmt erneut Feuchtigkeit auf (z. B. aus Nebel).

GrĂ¶ĂŸen und Mengenangaben

Das optimale AnzĂŒndholz ist trocken, lang und schmal. Empfohlen wird hĂ€ufig Kiefern- oder Fichtenholz, da es schnell und leicht anbrennt. Die GrĂ¶ĂŸe der gespaltenen ScheitholzstĂŒcke sollte möglichst gleichmĂ€ĂŸig und in keinem Fall zu groß sein, damit sie den Brennraum im Innern des Kaminofens nicht berĂŒhren. Ideal ist ein Umfang von 10 bis 30 Zentimetern und eine LĂ€nge, die 5 bis 10 Zentimeter kĂŒrzer ist als die Feuerraumbreite.

Sobald sich Glut entwickelt hat, können die Holzscheite mit der Spaltkante nach unten waagerecht eingelegt werden. Die Menge richtet sich nach den Angaben des Ofenherstellers und nach Ihrem persönlichen WÀrmebedarf.

Mengenangaben beim Brennholzkauf

1 Festmeter (Fm) = ein Kubikmeter Holzmasse, wird berechnet ohne ZwischenrÀume
1 Raummeter (Rm) / Ster = ein Kubikmeter geschichtetes Lang- oder Scheitholz, in der Regel mit 1 Meter LĂ€nge
1 SchĂŒtt-Raummeter (SRm) = ein Kubikmeter geschĂŒttete, nicht geschichtete Holzscheite

Umrechnungstabelle

Rundholz in Festmeter (Fm) Scheite (gespalten, geschichtet)
⁹in Raummeter bzw. Ster (Rm)
Scheite (gespalten, gschĂŒttet)
⁹in SchĂŒttraummeter, 33 cm (Srm)
100 cm LĂ€nge 33 cm LĂ€nge
1,0 1,6 1,4 2,1
0,7 1,2 1,0 1,5
0,6 1,0 0,9 1,3
0,5 0,7 0,6 1,0
0,4 0,6 0,5 0,8